Atypische TN

Sehr verehrter Herr Reuter!
Nochmals vielen Dank für Ihre Platform. Sie hat mir sehr geholfen in ungefähr die Ursache für meine Trigeminusschmerzen zu finden. Dabei hat mir besonders die Seite von Frau Silke Mai den Weg aufgezeigt.

Die Ursache für meine Schmerzen ( atypischer Gesichtsschmerz )war eine Restostitis im Oberkiefer links, wo vor über 50 Jahren mal ein Zahn gesessen hatte.
Zahnärzte, Ärzte, Radiologiestationen ( MRT, OPT, DVT, 3D-CT ) hatten nichts dazu beigetragen, die Ursache zu finden. Das mag darin begründet sein, daß Hamburg beim Pisa-Test für gewöhnlich den letzten Platz belegt.

Ohne Internet hätte es für mich böse ausgehen können!
Übliche Schmerzmittel hatten überhaupt keine Wirkung gezeigt. Antiepileptika wie Oxcarbazepin und Carbamazpin machten alles noch viel schlimmer!!

Die Seite von Zahnarzt Dr. Volkmer aus Bad Soden (Anmerkung in eigener Sache: Lesen Sie diese Seite mit gewisser Distanz.) war mit dem Thema Trigeminusneuralgie sehr aufschlußreich. Zudem empfahl er homöopathische Schmerzmittel, die sehr gut bis zur Schmerzfreiheit wirkten. Das wird wohl nur für die Schmerzen gelten, die aus dem Zahnbereich kommen.

Seine vorgeschlagenen Schmerzmittel waren Silicea 14 Komplex Tabletten von Nestmann, Belladonna 21 Komplex Tropfen von Nestmann und Hepar Sulfuris 111 Synergon Kattwiga 1 Tabletten.
Abwechselnd habe ich jeweils eine Woche Belladonna und eine Woche Silicea genommen. Nach ungefähr 6 Wochen hörte die Wirkung während der niedrigsten Biophase ab 24 Uhr auf, sodaß ich noch zusätzlich kurz vor dem Schlafengehen 2 Tabletten Hepar Sulfuris genommen hatte.
Am besten wirkten diese Mittel bei mir, wenn ich sie eine Stunde vor dem Essen eingenommen hatte. Generell ist es besser, wenn man keinen Kaffee, schwarzen Tee, Kamillentee, Pfefferminztee trinkt.
Drei Monate lang bis zu meiner OP haben diese Mittel prima gewirkt.

Die Ursache meiner Schmerzen hatte Dr. Volkmer mit dem Vega-Testgerät und dazugehörigen Ampullen herausgefunden. Leider praktiziert der ältere Herr nicht mehr, sodas ich hier in Hamburg einen Zahnarzt oder Kieferchirurgen finden mußte, was ich leider nicht tat. Zahnarzt Dr. Lechner in München,    renommiert für Kieferoperationen war zu teuer für mich. So habe ich im Internet das   Zahnzentrum in Bült bei Meppen    gefunden.

Das ist eine sehr freundliche Praxis mit u. a. Dr. Große-Brauckmann, der mit dem Armlängen-Reflex-Test arbeitet und ganz schnell so wie Dr. Volkmer die Ursache meiner Schmerzen gefunden hatte.
Die Therapie bestand nach der örtlichen Betäubung darin zwei Löcher in den Kieferknochen zu bohren, da hinein mit Druck Ozongas zu pressen und danach einen Tupfer zu legen. Vollkommen schmerzfrei! 204, 00 €. Das Ozongas soll die Mikrobenwelt, verantwortlich für die Schmerzen, vernichten. Das war vor einer Woche. Die Schmerzen sind tatsächlich weg. Man muss natürlich, vielleicht sogar bis zu zwei Jahren abwarten, ob sie widerkommen.

In einem Buch von Sigrid Nesterenko  „Schluß mit dem Schmerz“  ersa-Verlag ca. 20, 00 €, kann man sich ausführlich über das Problem Trigeminusneuralgie informieren.

Sehr verehrter Herr Reuter, ich hoffe damit etwas zur Bewältigung des Trigeminusproblems beigetragen zu haben.

Mit freundlichem Gruß
Heinz Mohr

Siehe auch unter: Atypische TN ausgelöst durch 3 tote Zähne von Silke Mai.

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Eine Antwort auf Atypische TN

  1. Andreas Otto Wolff sagt:

    Die Tatsache, daß man mit seinem Leiden nicht alleine ist ( bzw. war ) ist zwar tröstend, allerdings platzt einem bei Neuralgieschmerzen gleich aus
    doppelter Hinsicht der Kopf. Zum einen durch das unberechenbar auftretende Schmerzbild und zum anderen die herzallerliebsten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in der Medizin. In meinem Fall ging das Drama über 7 Jahre und artete die letzten beiden Jahre in der Häufigkeit
    völlig aus. Es waren über 20 Ärzte in der Diagnose und Behandlung beschäftigt, wobei hier die Bandbreite von Zahnärzten über Kieferchirurgen bis hin zu Neurologen und Radiologen und HNO Ärzte reichte.
    Es hätten hier drei wurzelbehandelte und damit devitale Zähne im OK gezogen werden müssen und können.( Zahn 2/4, 2/6 und 1/5 )
    Leider ist die Zahnmedizin seit dem Jahre 1937 ( „Erfindung“ von Antibiotika) der Auffassung, daß es gefahrlos sei, totes körpereigenes Gewebe in Form von toten Zähnen im OK oder UK zu belassen.
    Auch ich konnte durch Internet-Informationen der Sache auf den Grund bzw.auf die Ursache der Schmerzproblematik kommen und ließ die besagten Zähne extrahieren.Im Endeffekt musste ich als damaliger dentaler Laie sogar die Lehrmeinung und die Diagnosen einer Universitätsklinik in Frage stellen, um eine Lösung zu finden.
    Fatalerweise wird weiterhin Zahnerhalt auf Teufel komm raus praktiziert und die Patienten werden übermäßig oft über den Sachverhalt völlig im Unklaren gelassen.
    Wurzelbehandelte Zähne haben weder Nerven noch Blutgefäße, sondern stellen in der Realität einfach tote Knochen dar, die austrocknen und porös werden. Dadurch stellt jeder tote Zahn ein Eingangstor für Bakterien aus dem Mundraum dar. Weiterhin entstehen durch die Zersetzung von (nunmehr) totem Eiweißgewebe im Zahn ( Dentinkanälchen) sogenannte Leichengifte. Durch die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegenüber totem Gewebe wird eine zwangsläufige Ostitis verursacht, was nach und nach die Knochendichte im OK oder UK vermindert.
    In meinem Fall wurde eine atypische Trigeminusneuralgie verursacht.
    Die Bandbreite der möglichen Krankheitsbilder ist damit allerdings noch lange nicht genannt. Auch Rheuma, Herzinfarkte usw. können durch diese toten Zähne verursacht werden. Das ganze läuft dann ganz ohne Zahnschmerzen ab, da die ja keine Nervenfasern mehr haben, die Schmerzen signalisieren können, also ganz besonders heimtückisch !
    Also lieber eine gesunde Zahnlücke mit Prothetik oder Implantate .
    Eine Zahnlücke mit zugeheilter Mundschleimhaut läßt keine Bakterien in den Kieferbereich und Zersetzungsprozesse von körpereigenem Eiweiß gibt es da auch nicht !
    Manchmal war es früher doch besser als heute, z.B. bis zum Jahre 1937.
    Denn bis dahin wurden Zähne extrahiert, danach kam das totgeborene Kind Namens Wurzelbehandlung in Mode. Eine Mode, die übrigens besser bezahlt wird als Extraktion. Fragen Sie doch mal Ihren Zahnarzt.

    m.f.G.
    Ein ehemaliger Leidtragender

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