TN-Behandlung durch Ostheopathie

Katja Rigamonti, 24.05.2013

Jetzt etwa 10 Monate nach meine ersten Erfahrungen mit einer Trigeminusneuralgie möchte ich mich an Sie alle wenden und versuchen Ihnen Mut zu machen. Denn ich habe nachhaltige Linderung erfahren. Und bin zwischenzeitlich meist beschwerdefrei.

Begonnen hat bei mir alles erst mit einer Art Ohrenschmerzen, die dann über die ganzen rechte vordere Schädelhälfte verliefen. Ich hatte zwischen 15 und 30 Anfälle über den Tag verteilt. Die Nächte waren zum Glück frei. Jede Attacke dauerte etwa 2 bis 5 Minuten, in denen ich die Ihnen allen bekannten unbeschreiblichen Schmerzen hatte. Und keine mir bis dato bekannten Medikamente halfen. Ich muss nun vorab erwähnen, dass ich eine Tuberöse Sklerose habe, mit multiplen Tumoren in Leber, Nieren, Gehirn etc.. Ich also ins MRT und abchecken, ob da nicht wieder irgendein neuer Tumor drückt. „Fehlalarm!” , da war nichts am Trigeminus. Also bin ich zum Zahnarzt, zum Augenarzt, zum Kieferorthopäden, zum HNO; zum Neurochirurgen und immer wieder zwischendrin zum Neurologen, der mir bald Carbamazepin verschrieb. Das hat zwar gut gegen die Schmerzen gewirkt, aber an meinem Alltag mit 2 Kindern, Beruf, Haus und Garten konnte ich nicht wirklich teilnehmen. Auch war ich zwar noch krankgeschrieben, aber mir viel natürlich die Decke auf den Kopf. Ich wollte wieder raus. Als ich dem Neurologen erklärte, dass ich meine Arbeit nicht ausführen könnte mit Carbamazepin verschrieb er mir Oxcarbazepin, mit wesentlich weniger Nebenwirkungen, aber auch leider weniger Wirkung.

Zwischen all diesen Besuchen bei all diesen Schulmedizinern war ich bei allen Heilern in unserer Region. Manche von Ihnen konnten mir kurzfristig Erleichterung verschaffen und ich war eine Stunden schmerzfrei. Andere gaben mir einfach den Mut weiter zu suchen, nach der Ursache meiner Erkrankung.

Der Satz des behandelnden Neurologen: „Finden Sie sich endlich damit ab, dass Sie ein typische Trigeminusneuralgie haben. Die kann Monate dauern oder sie geht nie mehr weg !” Damit wollte ich mich nicht abfinden !

Heute weiß ich nicht ob es die Mischung der vielen helfenden Hände war, oder ob es wirklich nur an einem lag. Aber als ich 8 Wochen nach meinen ersten Schmerzattacken bei einem Osteopathen in der Nachbargemeinde auf der Liege lag, geschah das , was ich mir eigentlich nicht mehr erhofft hatte. Von Oxcarbazepin total verdröhnt, konnte ich nach der Behandlung nicht mal genau sagen, wie es mir ging, als mich der Osteopath nach meinem Befinden fragte.

Aber als ich danach auf dem Heimweg im Auto merkte, das ich wieder etwas „bemerkte”, musste ich offen gesagt nur noch weinen. Ich hielt noch kurz bei ALDI an, um einzukaufen und da stand ich dann. Direkt vor dem Kühlregal !!! Ich weiß, nicht wie lange ich da so überglücklich stand und mich am Kühlregal freute. Es tat zum ersten Mal seit Monaten nicht höllisch weh, wenn ich mich etwas Kühlem näherte.

Und da am Kühlregal bei ALDI fasste ich den kühnen Entschluss, dass auch wenn es das Letzte wäre was ich in meinen Leben getan habe ist. Ich fuhr nachhause, packte meine Schwimmsachen und ging etwa 30 Minuten ins ca. 20 Grad kalte Wasser und schwamm meine Bahnen.

Und es tat nichts weh.

Sicherlich war da ein etwas unangenehmer Druck am rechten Wangenknochen, aber die Schmerzen waren weg.

Morgens hatte ich noch gemerkt, dass ich meine Arbeit mit dieser Dosierung Oxcarbamazepin nicht erledigen konnte. Und abends war ich seit Monaten zum ersten Mal wieder schwimmen.

2 Wochen später hatte ich den nächsten Termin bei dem Osteopathen und da ich bis dahin die Medikamentendosis nicht erhöht hatte, und trotzdem fast beschwerdefrei war, wagte ich 5 Tage nach dem Termin Oxcarbazepin abzusetzen.

Nicht dass mich hier einer falsch versteht. Ich bin keinesfalls vollkommen geheilt. Da ist immer mal wieder ein gewisser Druck da, der mal ansteigt, wenn einen etwas stresst oder nervt, jedoch Schmerzen sind das keine mehr. Aber ich komme seit meinem zweiten Besuch beim Osteopathen ohne jegliche Medikamente aus. Ob es die Heiler waren weiß ich nicht, die Schulmediziner waren es nicht, dass weiß ich !

Und der Osteopath war es definitiv !

Danke!

Ich hab’, dass alles jetzt nur grob angeschnitten. Wer von Ihnen genaueres wissen möchte, kann mich gerne jederzeit anrufen, mailen oder sonst wie in Kontakt mit mir treten.

Euch allen, alles erdenklich Gute

Katja Rigamonti

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3 Antworten auf TN-Behandlung durch Ostheopathie

  1. Antje Willhelm sagt:

    Hallo,
    seit geraumer Zeit habe ich auch beschriebene Odyssee mit div. Ärzten hinter mir. Ich hatte Schmerzattacken im Gesichtsbereich, die keiner klären konnte. Letztlich der HNO Arzt erwähnte als mögliche Diagnose eine TN. Daran biss sich mein Arzt fest und verordnete Gababenthin. Eigentlich relativ erfolgreich was die Schmerzen betraf, jedoch konnte ich meinen normalen Alltag damit kaum bewältigen. Habe die Dosis selber dann so runtergeschraubt, dass ich damit wieder am Leben teilhaben konnte. Mittlerweile komme ich mit einer Tagesdosis von 2400 mg gut zurecht.
    Abfinden konnte ich mich damit natürlich auch nicht und suchte weitere Wege, die mir evtl. helfen könnten. Für einen eingefleischten Mediziner ist die Option auf Mitbehandlung durch einen Ostheopathen irgendwie immer noch ein rotes Tuch.
    Habe mich trotz der zusätzlichen Kosten behandeln lassen. Nach den ersten 2 Sitzungen war ich fix und fertig, Aufruhr im gesamten Kopf, aber heftig. Nach den 2 Tagen kehrte langsam wieder Ruhe ein, ich hatte danach ein Gefühl als ob mal jemand Licht angemacht hat und ich jetzt im Hellen mit dem Aufräumen beginnen kann.
    Sicher wird es noch eine Zeit dauern, bis man abschließend ein Ergebnis finden kann. Ich bin aber auf alle Fälle guter Dinge, dass ich mit Hilfe der ostheop. Sitzungen mein Problem gut in den Griff kriegen kann evtl. sogar mal wieder Beschwerdefrei werde.
    Wir werden sehen was die Zeit bringt.
    Allen anderen wünsche ich ebenfalls gute Besserung.

    LG Antje

  2. Eva Schüßler sagt:

    Hallo!
    Ich wollte mal etwas positives schreiben.
    Bei mir startete die ganze Geschichte vor 3,5 Jahren. Es fing als „Zahnschmerz“ an. Nach 20 Zahnarzt besuchen, einer kl. Zahn OP und schließlich mit einem Zahn weniger, kam die Gewissheit!
    Es war der trigeminus! Ich bin war 2 Jahre in Dauer Physiotherapie. ( ohne diese wäre es noch schlimmer)
    Bevor ich einen Neurologen aufsuchte, bekam ich Akupunktur. Die half gut, allerdings hielt die Wirkung nur 2 Monate an. Also dann war mein Weg…. Neurologe!
    Übrigens der beste den ich kenne.
    Seid einem Jahr nehm ich jetzt Carbamazepin. Ich kann/ konnte mich aber bis heute nicht damit anfreunden. Am Anfang war ich auch schmerzfrei,dann aber nicht mehr. Die Tabletten konnten nur bisschen dämpfen. Spätsommer ’15 wurde es dann stetig schlimmer. Meine Anfälle wurden häufiger und länger(15-30min) trotz Tabletten!!!
    Also, ich musste etwas tun.
    Im Januar war ich bei dem besten Osteopathen der Welt! Was ganz genau der Osteopath gemacht hat, kann ich nicht aufführen. Die osteophathie ist sehr komplex. Es ist/war eine Behandlung die den ganzen Körper einbezieht. Wie es scheint klappt die Sache. Ich bin seid dem so gut wie schmerzfrei. Nichts desto trotz, hab ich aber auch noch einen Termin in Ulm in der Neuro/Chirurgie. Einfach um mich zu erkundigen.

    Ich schreibe Ihnen im Sommer wieder ob die Behandlung anhält. Bis jetzt bin ich auf jeden Fall von 600mg Carbamazepin auf 0! Es ist noch nicht komplett weg aber auf einer Skala 1-10 war ich vorher bei 9-10 und jetzt bei 2-3.

    Es gibt auf jedenfall Hoffnung!!! Und man sollte nie aufgeben, es gibt immer einen ( mindestens?) für den es sich lohnt.
    Lg Eva Schüßler

  3. Katja Rigamonti sagt:

    Hallo Petra,
    ich war damals bei Herrn Christian Titscher in Oberstdorf.
    http://www.praxistitscher.de/cms/index.php ist seine Webseite.
    Er erklärte mir damals seine Behandlung so, dass bei mir ein Schädelknochen verrutscht sei und er ihn wieder eingerichtet hat.
    Was auch immer, seither bin schmerzfrei.
    Auch die Luft, Licht – und Kälteempfindlichkeit war gleich weg.
    Ich bin immer noch alle paar Wochen bei ihm, da die Beschwerden bei mir etwa 10 Monate später wiederkommen wollten und ich natürlich furchtbare Angst davor hatte, dass alles wieder los geht.
    Wir haben es aber gleich wieder in den Griff bekommen und ich bin seither Beschwerdefrei.
    Da mich die Mediziner damals immer kranker gemacht haben,und es von Termin zu Termin schlimmer wurde, meide ich sie inzwischen fast ganz, bis auf akute Dinge.

    Ich wünsche Dir viel Glück und den selben Behandlungserfolg wie ich ihn hatte.
    Ganz viele freundliche Grüße
    Katja

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