Atlasfehlstellung behandelt

Hallo! Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe einen 14 jährigen Sohn, wohne in Pöllau in Österreich und arbeite hauptberuflich als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz.

Vor ca 6 Jahren wurde die Tn bei mir diagnostiziert, 2-3 Jahre vorher habe ich die Schmerzen falsch zugeordnet, habe immer gedacht das es von den Nasennebenhöhlen kommt. Mein Hausarzt hat mir Parkemed 500 verschrieben, die halfen mäßig aber es war auszuhalten. Ich muss dazu sagen das ich unter Kopfschmerzen leide seit dem ich mich erinnern kann, schon in der Kindheit hatte ich ständig Schmerzen.

2006 wurde ein Meningiom gefunden, laut Arzt hätte dieses aber nichts mit meinen ständigen „Kopfweh” zu tun.( Bei einem weiterem MR 2007 war von dem Meningiom nichts mehr zu sehen. )

Anfang 2007 hatte ich das Glück das meine Hausärztin eine Vertretung hatte. Ich hatte die schlimmste Nacht meines Lebens hinter mir, die Anfälle dauerten ewig und machten nur kurze Pausen. Als ich dem Vertretungsarzt die Symptome beschrieb erzählte er mir das er mich sehr gut versteht, da er selbst seit Jahren an Tn litt. Jetzt wußte ich wenigstens was es war, jedoch sagte er mir ich gleich ehrlich dass es nicht wirklich viel Hilfe gibt.

Im gleichen Jahr folgte dann ein stationärer Aufenthalt in der Neuro mit Lumbalpunktion, da der Verdacht auf Borelien aufgetaucht war. Test war negativ. Eine Medikamentenkur mit Neurotop wurde versucht, die habe ich aber überhaupt nicht vertragen, hatte Extreme Magenschmerzen und Übelkeit. Vor dem stationären Aufenthalt wurde ich mit Hydal behandelt, besser gesagt wurde ich damit sediert. Ich konnte gerade noch meinen Sohn zur Schule bringen, nach dem Frühstück nahm ich die Tabletten und schlief den ganzen Tag.

Meine Familie versorgte meinen Sohn bis mein Mann nach Hause kam. Ich konnte mich weder um meine Männer noch um den Haushalt kümmern. An arbeiten war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken, ich war ganze drei Wochen Krankenstand. Das war die ärgste und längste Phase.

Die nächsten Jahre waren immer ein auf und ab, mit neuen Medikamenten, Bioresonanz, Physiotherapien usw… nicht angenehm aber erträglich!

Ab ca 2009 wurde ich zunehmend lärmempfindlich. Vorallem hohe und helle Töne waren eine Katastrophe, das Geklirre von Geschirr ober von einem Schlüsselbund waren wie Messerstiche im Ohr! Normale Gespräche waren teilweise schon schmerzhaft, größere Menschenmengen mied ich sogut es ging. Für meine Männer war es sehr schwierig mit mir, sie verstanden es nicht das mir beinahe jedes Wort und jeder Lärm starke Schmerzen bereitete. Unser Familenleben hat sehr unter dieser Krankheit zu leiden. Mein Mann hat ein sehr lautes Organ; wir haben uns sehr viel gestritten weil ich nicht verstand das er nicht leiser spricht und er nicht glaubte das mir sein lautes sprechen Schmerzen bereitet.

Eine mehrere Wochen dauernde Kur mit Lyrica brachte zwischendurch etwas Linderung. Einen danach geplanten stationären Aufenthalt für eine weitere Medikamentenkur sagte ich ab, da wir gerade mitten im Hausbau waren. Als unsere Lebensqualität schon sehr eingeschränkt war habe ich noch einen letzten Versuch gestartet und bin zum Hno Arzt gegangen. Von einem Arbeitskollegen wußte ich das der Hno Arzt auch Osteopath ist und das er auch den Atlas einrichtet.

Nach einem kurzen Gespräch und einem Röntgen der HWS wurde der Atlas eingerichtet. Seit dem Moment bin ich ein neuer Mensch!!!! Ganz selten nur noch nehme ich Diclovit. Der Hno ist übrigens auch Tn Patient. Ein Tipp von ihm war auch noch streng auf die Haltung zu achten und Vorallem beim Fernsehen nicht zu liegen sondern gerade zu sitzen. Das Atlaseinrichten war im November 2012, seitdem geht es mir richtig gut!!!! Ich hoffe das ich mit meinem Beitrag ein bisschen Hoffnung machen kann,da ich sehr gut weis wie ausweglos man sich mit Tn fühlt.

Verena Prinz, 14.08.2013

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Eine Antwort auf Atlasfehlstellung behandelt

  1. Petra sagt:

    Hallo Verena
    mein Name ist Petra und ich bin 49 Jahre alt.
    Auch ich leide an TN (Blutgefäß drückt auf den Nerv).
    Habe auch kommende Woche einen Termin bei einem ATLAS „Techniker“.
    Bin gespannt ob der mir diesbezüglich helfen kann.
    Haben Sie nochmal Beschwerden gehabt seit dem Besuch beim Osteopathen?

    Viele Grüße Petra

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