ESSENER UNI-KLINIK braucht NOCH 8 Probanden zum Abschluss ihrer BOTOX®-Studie

Trigeminusneuralgie: Behandlung mit BOTOX®

Unter einer Trigeminusneuralgie wird eine sehr schmerzhafte Gesichtsschmerzerkrankung verstanden, die mit blitzartigen Schmerzepisoden von nur wenigen Sekunden anhaltender Dauer sowie einer häufigen Aktivierung durch Kau- oder Zahnputzbewegungen einhergeht. Diese Erkrankungen sind aufgrund der hohen Intensität der Schmerzen und der häufigen Phasen, in denen diese Schmerzepisoden für viele Tage bestehen, eine sehr schwere Erkrankung.

Die gängigen Therapieverfahren mit Medikamenten sind häufig mit einem hohen Anteil an Nebenwirkungen und Unverträglichkeitsreaktionen verbunden, so dass auch hier eine weitere Erforschung in klinischen Studien zur Entwicklung innovativer Therapieverfahren notwendig ist. Gegenwärtig wird am Westdeutschen Kopfschmerzzentrum daher eine Studie zur Behandlung der Trigeminusneuralgie mit Botulinumtoxin durchgeführt. Botulinumtoxin wird in der Neurologie häufig zur Behandlung von Bewegungsstörungen oder spastischen Zuständen nach Schlaganfällen eingesetzt. Darüber hinaus ist in den letzten Jahren beobachtet worden, dass es auch eine schmerztherapeutische Wirksamkeit hat, so dass es z. T. zur Behandlung der chronischen Migräne eingesetzt wird. Im Rahmen einer klinischen Studie vor Ort erfolgt daher eine Behandlung der Trigeminusneuralgie mit Botulinumtoxin.

Sollten Sie unter einer Trigeminusneuralgie leiden und mit den gängigen Therapieverfahren nicht ausreichend behandelt sein, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Westdeutsches Kopfschmerzzentrum
Universitätsklinikum Essen

OPZ 1
Hufelandstr. 55
45147 Essen

Tel.: 0201 – 723 – 2464
Fax: 0201 – 723 –  5854

E-Mail: westdeutsches.kopfschmerzzentrum@uk-essen.de

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3 Antworten auf ESSENER UNI-KLINIK braucht NOCH 8 Probanden zum Abschluss ihrer BOTOX®-Studie

  1. Sommer Werner sagt:

    Hallo Frau Brockes.
    Ihr Artikel ist sehr hilfreich.Ich werde versuchen ebenfalls einen Termin in Essen zu bekommen. Zurzeit nehme ich 3x täglich 600mg Gabentin. Ich habe Bedenken in dieser Menge Probleme mit den Nieren/Leber zu bekommen auch mit dieser Menge bin ich nicht frei von Attacken.
    Haben Sie eventuell Erfahrung mit diesen Medikament? Ich wurde mich sehr freuen auf ihre Antwort.
    Mit freundlichen Gruß
    Sommer.W
    (Ich wohne in Eschweiler bei Aachen)

    • Hallo Herr Sommer,
      vielen Dank für Ihre Nachricht in unserem Forum.

      Einen Termin in Essen für die Studie erhalten Sie UMGEHEND.

      Ich vertrug Gabapentin auch nicht. Siehe bitte Beitrag RECHTS:
      „Oft hört man von TN-Betroffenen, dass sie weder Gabapentin vertragen, noch das recht starke Carbamazepin.“

      Sie haben Recht. Die Mittel gehen auf Leber, Nieren, usw. mit der Zeit. Daher sollte man alle 3 Monate auch sein Blut darauf überprüfen lassen.

      Melden Sie sich in der Essener Uni-Klinik an. Ziehen Sie das aber auch durch über mehrere Wochen. Sonst haben weder die Klinik noch Sie etwas davon.
      Ich bin sehr froh daran damals teilgenommen zu haben. Somit habe ich nun auch weiterhin – nach Beendigung der Studie – die besten Ärzte, die ich mir vorstellen kann – auch in anderen Bereichen.

      Herzlichst
      SIMONE BROCKES

  2. Zur BOTOX-Studie an der Essener Uni-Klinik

    Ich selbst nahm 2015 / 2016 an dieser Studie an der Essener Uni-Klinik teil.
    Aus 2 Gründen:
    1. Ich wollte mehr über TN erfahren und lernen. Außerdem werden dort die jeweils passenden Untersuchungen gemacht.
    2. Es gibt 1x kostenlos BOTOX, 1x ein Placebo. Weder Patient noch der Arzt, der spritzt, wissen, wann wo BOTOX bzw. das Placebo erhalten ist. Das wissen nur interne Ärzte.
    Mir war es wichtig, so auch zu erfahren, ob BOTOX überhaupt bei mir anschlägt. Anscheinend ja, wie ich während der Studie wohl bemerkte – ohne zu wissen, bei welchem Durchgang BOTOX bzw. das Placebo verwendet wurde.

    Seit Beendigung der Studie, lasse ich mich nun regelmäßig alle 3 Monate in der Essener Uni-Klinik mit BOTOX spritzen. Mit Erfolg! Seitdem nehme ich KEINE Medikamente mehr. Das heißt aber nicht, dass das bei jedem so ist. Aber allein daher lohnt es sich an der Studie teilzunehmen. Bis zu 12 Mal muss man aber hin:
    • Vorgespräch
    • Untersuchungen, u.a. Blutabnahme
    • Placebo Behandlung ( wird einem nicht gesagt, ob Placebo oder BOTOX)
    • BOTOX Behandlung (wird einem nicht gesagt, ob Placebo oder BOTOX )
    • Das minutiöse Führen eines TN-Schmerztagebuches, welches vor Ort gemeinsam mit dem Patienten durchgegangen wird
    • Vor Ort ausfüllen von einem umfangreichen Fragebogen
    • Immer wieder eingehende Gespräche zur eigenen Befindlichkeit
    Wichtig:
    Wenn man mitmacht, dann auch bitte bis zu Ende. Sonst hat weder die Uni-Klinik etwas davon, noch man selbst.
    Das BOTOX-Mittel muss leider nach wie vor aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Preise schwanken. Kaufe ich BOTOX in den benachbarten Niederlanden, zahle ich für 50 Einheiten rund 165 Euro. Bei DOC MORRIS in Deutschland 193 Euro von der Fa. Allergan. In sog. „normalen“ deutschen Apotheken fängt es ab 200 Euro aufwärts an.
    Des Weiteren lasse ich grundsätzlich alle 3 Monate OHNE Pausen neu spritzen. Nur so baut sich der sog. „Spiegel“ auf, so dass ich auch weiterhin auf Medikamente verzichten kann. Nach 3 Monate bis max. nach bis zu 6 Monaten ist die Wirkung verflogen.
    Mehr zu diesem Thema steht in meinem Buch „TRIGEMINUSNEURALGIE, Wenn das Leben aus den Fugen gerät“, welches hier im Forum auch vorgestellt wird.
    Geld gibt es keines für die Studie, jedoch werden Fahrtkosten erstattet.

    Mir hat diese Studie viel gebracht:
    • Ich wurde genau über TN aufgeklärt. Somit erfuhr ich mehr über TN als bei einem ambulanten Neurologen
    • Mir wurde zugehört / es wurden die richtigen Fragen gestellt / ich konnte Fragen stellen
    • Man nimmt sich Zeit für den TN-Betroffenen. Allein das tat schon gut.
    Wer also relativ nah an Essen wohnt, 6 Monate an dieser Studie teilnehmen möchte mit bis zu 12 Mal hinfahren, dem kann ich das nur empfehlen – allein schon aufgrund der sehr spezifischen Untersuchungen, die dort durchgeführt werden.
    Außerdem: Wenn für jemanden BOTOX in Frage kommt, alle 3 Monate bis zu 200 Euro aufbringen kann, um sich das Medikament zu leisten, somit von den Sch…..Pillen wegkommt, dem ist enorm geholfen. Das Spritzen selbst kostet nichts. Es reicht eine Überweisung des Hausarztes und die Krankenkassenkarte.

    Schmerzfreie Zeiten und liebe Grüße
    SIMONE BROCKES

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