TN – Erste Maßnahmen

  • Wenn der Verdacht auf TN besteht, einen Neurologen aufsuchen, der sich auf diesem Gebiet auskennt.
  • Ein MRT/CT erstellen lassen, um auszuschließen, dass eine Arterie auf den Nerv drückt. Auch um andere Erkrankungen auszuschließen, auch eine eventuelle OP.
  • Der Neurologe stellt die Überweisung zum Radiologen aus. Das kann aber auch über den Hausarzt erfolgen.
  • Ist die TN diagnostiziert, einen guten Schmerztherapeuten aufsuchen, der sich ebenfalls mit TN auskennt. Dieser kann die Medikamente, die TN-Betroffene einnehmen müssen, gegebenenfalls anders dosieren, bzw. andere – besser verträgliche – Medikamente verordnen.
  • Je nach dem, um welche Form es sich bei der TN handelt, kann eventuell Botox eine Alternative zu den Medikamenten sein. Bzw., die jeweiligen Medikamente könnten reduziert werden. Botox wird leider noch nicht in allen Praxen angewendet. Wohl aber in einigen Uni-Kliniken. In manchen Fällen übernehmen Krankenkassen die Kosten. Wenn nicht, ist Botox in der jeweiligen Klinik zu einem günstigen Selbstkostenpreis erhältlich, wie zum Beispiel in der Essener Uni-Klinik. Eine unserer Betroffenen nahm gerade an einer Botox-Studie an der Essener Uni-Klinik teil. Mit Erfolg. Für drei Monate ging es ihr so gut, dass sie keine Attacken mehr hatte. Wird Botox über einen längeren Zeitraum angewendet, kann es möglich sein, die Medikamente (weiter) herunter zu fahren bis hin auf Null. Das wird die Zeit mit sich bringen.
  • Bei manchen Patienten hilft auch eine Neural-Therapie. Hier wird dem Betroffenen in Form von einer Spritze ein Medikament in die jeweiligen Triggerpunkte gesetzt. Diese Therapie wird über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Der jeweilige Arzt, der Neural-Therapie durchführt, weiß, wie oft man diese Methode anwendet. In unserem Forum gibt es eine Betroffene, die seit einem Jahr mehrmals wöchentlich diese Therapie anwendet – mit Erfolg. So konnten bei ihr die Medikamente bereits reduziert werden.
  • Leider sind die Wartezeiten zu Schmerztherapeuten, Neurologen und manchmal auch zum Radiologen recht lang. Der Hausarzt kann hier eventuell unterstützend wirken, dass sich die jeweiligen Wartezeiten verkürzen.
  • Wer von einer TN betroffen ist, muss leider viel Geduld und Zeit aufbringen. Eine TN kann „geheilt“ werden, oft aber behält man diese. Jedoch können die Schübe – je nach eigener individueller Konstellation – heraus gezögert werden.
  • Jede TN ist individuell zu betrachten. Somit gibt es keine allgemein gültigen Verfahrensweisen. Das heißt: Was bei dem einem wirkt, hilft nicht auch bei einem anderen Betroffenen. Es braucht auch hier seine Zeit, bis man für sich mit dem Arzt seines Vertrauens die richtige Behandlungsmethode gefunden hat. Eine TN ist – gerade zu Beginn – zeitaufwändig: Gute Ärzte, die sich auskennen, bis hin zur best möglichen – und verträglichen Therapie.
  • Sollten Zähne gezogen werden müssen, immer noch einen zweite Meinung einholen. Nicht alle Zahnärzte sind mit einer TN vertraut. Das gilt auch für Neurologen.

Eine Auswahl an Beiträgen über
verschiedenste Behandlungsmöglichkeiten:
Meine eigenen Erfahrungen
TN – was kann helfen
Simones Erfahrungen
Alternative Behandlungsmethoden
TN-Literatur von Simone Brockes zusammengestellt.

Wenn Sie sich die Zeit nehmen und diese Beiträge aufmerksam lesen, werden Sie sehen, dass viele Menschen auch ohne eine OP mit ihrer TN leben. Jedoch gibt es keine allgemein – für jeden – gültige Behandlungsmethode, da jede TN individuell zu sehen ist.

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