Heidi K.

Hallo guten Abend,
durch Zufall bin ich im Netz auf ihre Seite eben gestoßen. Im Letzten Jahr April bekam ich das erste Mal diese wahnsinnigen Schmerzen auf der rechten Gesichtsseite. Es fing mit Ohrenschmerzen an, da es sehr kalt und windig war, dachte ich an eine Mittelohrentzündung. Holte mir rasch etwas aus der Apotheke. Beruflich war ich sehr angespannt und hatte in den letzten Jahren viele Erkältungen, Magen Darm Virus usw. Die Schmerzen aber wurden immer schlimmer, sie zogen in den Ober und Unterkiefer, ich ging zum Zahnarzt aber der fand nichts. Ich suchte einen HNO Arzt auch aber auch der fand nichts. Ich suchte nachdem ich bei meiner Ärztin dann war und sie auf meinen sehr hohen beruflichen Stress das alles schob, einen Psychiater auf, der verschrieb mir Amitriptylin und Novaminsulfon Tropfen. Nach sechs Wochen waren die Schmerzen weg udn ich ging wieder arbeiten. Das ganze hielt dann auch knapp 18 Monate an. Dann kam es zurück, ich bekam wahnsinnnige Schmerzen die nicht mehr weggingen, auch die Novaminsulfon Tropfen wirkten nicht mehr länger als zwanzig Minuten.

Dabei muss ich sagen, dass ich beruflich einem immensen Druck ausgesetzt war, ich musste einen Anwalt einschalten, es ging um Mobbing bezüglich meiner Person. Mein Psychiater verschrieb mir nun Lyrika plus wieder die Amitriptylin wo ich Morgens und Abends jeweils eine neben sollte. Mir ging es immer schlechter und schlechter. Übelkeit, Schwindel, Panikattaken, Angstzustände und Anfang November der komplette Zusammenbruch, nachdem der Arbeitgeber sich bei mir offiziell für alles entschuldigt hatte und ich wieder zur Ruhe kam. Ich musste ins Klinikum Leverkusen, die arbeiten mit der Uni Klinik Köln zusammen. Dort half man mir sehr gut. Erst einmal erhielt ich starke Schmerzmittel dann ein CT, MRT, Blutabnahmen usw usw. Ich erhielt Physiotherapie da durch meinen Beruf im Seniorewohnhaus meine komplette rechte Körperseite verspannt war.

Der Oberarzt kam nach allen Test´s zu dem Ergebnis, dass es Stressbedingt bei mir ist, ich bin den Anforderungen z zt nicht gewachsen. Wir entschieden gemeinsam das ich nun 75mg Lyriky, 60mg Cymbalta plus Paracetamol nehme am Morgen. Am 10 Tag in der Klinik, ich hatte mich telefonisch über meinen Job aufgeregt, bekam ich höllische Schmerzen am späten Abend. Die Ärztin welche Bereitschaft hatte, gab mir eine anderes Medikament, ich weiß den Namen nicht mehr. Danach wurde es besser. Ich bin seit mitte November wieder Zuhause, nehme Lyrika und Cymbalta genauso weiter plus jetzt Tavor am Abend wenn es mir schlecht geht. Ich habe starke Konzentrationsschwierigkeiten, kann Dinge wie Namen uvm nicht behalten, ich bin sehr müde und kann vor allem keine Entscheidungen mehr treffen wie es bei mir weitergehen soll.

Die Krankenkasse AOK rät mir dazu den job zu kündigen da dann auch meine Erkrankung mit dem Trigeminusnerv verschwinden würde. Meine Ärztin stimmte dem zu, auch das Arbeitsamt käme dem entgegen aber die Entscheidung liegt ganz alleine bei mir, nur kann ich keine treffen und bin sehr verzweifelt. Ich soll jetzt auch eine Psychotherapie machne ab dem 19. Februar und meine Ärztin hat einen Antrag auf eine Kur für mich gestellt. Sie sagt, ich soll weiterhin arbeitsunfähig bleiben bis ich aus der Kur komme und dann würde es mir besser gehen. Ich bin erst 42j alt, stand immer voll im Leben, bin nebenberuflich selbstsändig als Autorin. Schreiben fällt mir auch sehr schwer. Hauptberuflich bin ich Sterbebegleiterin und psychosoziale Fachkraft für schwerst dementiell veränderte Damen und Herren, ich betreue mit anderen Kollegen eine Hausgemeinschaft mit hoch dementiell, psychisch kranken älteren Menschen. Wie es nun weitergehen soll weiß ich nicht. Diese Erkrankung hat mich total aus meinem Leben gerissen. Habt Dank, dass ich euch hier gefunden habe und euch das schreiben durfte, wie es mir geht.
Burscheid 29.12.2014
Heidi Kirchhof Gr von Mainau

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2 Antworten auf Heidi K.

  1. Edeltraud Edelhoff sagt:

    Hallo liebe Heidi ! Ich lese gerade durch Zufall Ihre Geschichte, ich habe das ebenso hinter mir ich hätte keinen Mut und wüsste nicht wie ich diese Hölle verlassen könnte.Bei mir ist der Leidensweg fast gleich wie der Ihre .Dann bin ich durch Zufall auf einen Neurologen in Wuppertal getroffen der hat mich in Solingen zusammen mit Prof Buhl operiert nach Janetta und ich hatte nach der OP sofort keine Schmerzen, ich kann zwar auf dem Ohr nicht hören aber keine Schmerzen das ist die Hauptsache.Die OP ist natürlich die letzte Möglichkeit ,aber ich hatte es mir schlimmer vorgestellt.Der Arzt in Wuppertal ist Pivt.Doz.Dr Terzie am Helius Wuppertal .Sie können aber auch zu Prf.Buhl nach Solingen ,da sind sie sehr gut aufgehoben. Ich hoffe ich kann irgendwie helfen. Wir können auch gerne wenn Sie können oder wollen telefonieren. Mit besten Wünschen Edeltraud Edelhoff

  2. Marion sagt:

    Liebe Heidi, liebe Monika! Was ihr da geschrieben habt, kommt mir alles so bekannt vor! Ich habe seit vier Jahren eine Trigeminusneuralgie die immer schmerzhafter wird.Trotz Medikamente habe ich manchmal Attacken die 20 mal und mehr am Tag auftreten sind.Alles aber auch alles löst diese Schmerzattacken aus! Wir haben eine KFZ Werkstatt, wo ich auch täglich sehr eingespannt bin! Mein Mann ist wohl sehr verständnisvoll mir gegenüber, aber ich versuche jeden Tag aufs Neue den Tag und den damit verbundenen Stress zu überstehen. Jeden Tag aufs Neue! :-( Und eigentlich kann ich gar nicht mehr! :-( Trotz Krankschreibung von meiner Neurologin bin ich jeden Tag arbeiten gegangen. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, was das für mich eine Qual war. Einige Kunden waren verständnisvoll und mitleidsvoll, wenn ich nicht mehr weiter sprechen konnte oder fluchtartig den Kundendienst verlassen musste um mich irgendwo in der Firma zu verkriechen bis die Attacke vorbei war. Andere Kunden finden mich wahrscheinlich bis heute noch unhöflich ! Ich kann es nicht ändern! Fakt ist, dass ich, wenn ich Ruhe habe und hier zuhause bin, die Attacken nicht so häufig kommen. Im Moment habe ich( bei Lyrica und Amitriptylin) ein bis fünf Attacken pro Tag, meistens wenn ich versuche was zu essen oder mir die Zähne putzen muss. Meine Neurologin rät mir jetzt zur Operation nach Janetta! Ich weiß nicht ob ich es machen lassen soll! Ich habe wahnsinnige Angst davor! Mal sehen wie es weiter geht!
    Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles Liebe und Gute!
    Ich bin so froh über diese Seite und das ich Menschen gefunden habe die auch betroffen sind und wissen wie es einem mit dieser Diagnose geht!
    Alles Gute für euch! LG Marion

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